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Wenn Geschichten die Nacht brauchen

In den Septembernächten im Jahr 2002 wusste ich es schon, hatte es in den letzten Jahren buchstäblich vergessen und verdrängt: es gibt Geschichten, die brauchen einfach die Nacht. Dieser Text ist Teil eins des Ergebnisses der literarischen Herausforderung zum Thema „Das Genre Horror“. In der Nacht geschrieben und auch in einer solchen, vierzehn Jahre später, wiederentdeckt. Diese Schreibherausforderung im September Jahr 2002 habe ich angenommen und geschrieben. Ab sofort hier nachzulesen. Der reinste Horror. Der zweite Teil, nach der literaturtheoretischen Auseinandersetzung mit dem Genre, selbst eine Horrorgeschichte zu schreiben, die wird in der übernächsten Woche hier online gestellt.

der erste eintrag – woche eins als #nachtschreiberin

Bild: Quint Buchholz, Giaccomo

Andere fasten. Ich nicht. Ich bin lieber die nächsten zwölf Wochen #nachtschreiberin, vom Tag und seinem Alltagslärm, dem Schreien und Brüllen der alltäglichen Anforderungen und der künstlich erzeugten Hektik, die viele Ideen und Einfälle überschreit und im Keim erstickt, entferne ich mich, schreibe ich mich fort.

Ich liebe die Nacht und noch mehr liebe ich es, in der Nacht zu schreiben. Es ist so ganz anders als am Tag. In der Nacht werden die Geräusche des Tages verschluckt. Es ist ruhig. Nur die Dunkelheit, die Stille, der Kaffee und ich. Im Kerzenlicht, nur das Display und die Tastatur des Ultrabooks zeigen mir den Weg auf die schwarzen Zeilen, die sehnsüchtig auf die ersten Worte warten.

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