Mias Blogadventkalender-Geschichte 2018

Monsta und ich möchten uns an dieser Stelle von Herzen bei euch allen, – Anne, Anneliese, Christiane, Claudia, Hedda, Jürgen, Liena Berin, Michaela, Mia, Mo, Monsta, Renate, Sonja, Ulrike, Urs (in alphabetischer Reihenfolge!) – bedanken, die ihr diese wunderschöne und tägliche Fortsetzungsgeschichte möglich gemacht habt.

In einer solchen Runde gemeinsam zu schreiben, lässt mich jeden Morgen mit einem Grinsen im Gesicht aufstehen. Bevor der Tag losgeht, bekommt mein erster Kaffee so einen schönen entspannten Moment Ruhe zwischen den Zeilen dazu.

Hier öffnet sich heute das letzte und 24. Türchen für euch:

„Dann können wir ja einfach hierbleiben!“, gähnte Monsta zufrieden und tauchte noch einmal extratief in seiner Tasse unter. „Hier ist immer alles gut ausgegangen, macht auch fast immer Spaß und irgendwas zu essen und zu trinken gibt es ja auch immer!“
Mia schaute ihn entsetzt an. „Du willst wirklich HIER bleiben?“, fragte sie und spürte ein Ziehen in der Magengegend bei dem Gedanken, Monsta hier zurückzulassen. „Na, dann gehen wir mal ohne ihn weiter, dann sind wir schneller!“, sagte Roland, der mit dieser Entscheidung weitaus zufriedener schien als Mia.
„Du willst ihn einfach HIER lassen?!“ Max fragte sich gerade, ob das Geschenk der Zufriedenheit nicht vielleicht ein wenig zu groß geraten und sich bei näherer Betrachtung zu Bequemlichkeit veränderte.
Monsta schaute schon nicht mehr so zufrieden und auch Roland schien der Gedanke Monsta hier zu lassen, nicht mehr so zu freuen.
„Ihr seid nicht zufrieden?“, fragte Zawadi verschmitzt.  „Die Sache mit der Zufriedenheit ist eine der schwierigsten Türchen und deshalb auch die Letzte und der direkte Weg nach Hause. Mit Wünschen und Sehnsucht kommen wir überallhin, aber mit der Zufriedenheit manchmal, wenn wir sie nicht genau betrachten nicht einmal mehr von der Stelle und selten zurück …“
Scrabbie hatte bisher noch kein Wort gesagt. „Nach Hause telefonieren!“, grinste sie plötzlich und hielt ihren Zeigefinger in die Luft.
„Ah, du kennst E.T. Ist mein Lieblingsfilm!“, lachte Zawadi und machte es sich bequem. „Ich will euch ja nicht hetzen, das ist nicht mein Job, aber die Zeit drängt.“
„Hä?“, fragte Monsta, der sich aus seiner allzu bequemen Teetasse gelümmelt hatte.
„Kann Herr Wunsch sich wirklich nichts für sich selbst wünschen?“, fragte Scrabbie plötzlich in die Stille hinein.
„Nein, das kann er nicht!“, bestätigte Zawadi.
„Und, wenn wir uns das für ihn und die anderen wünschen?“, fragte Mia, die aufgeregt dazu kam.
„Ist euch der Wunsch soviel wert, dass ihr es riskieren würdet nicht nach Hause zu kommen?“, fragte Zawadi lauernd.
„Nein, nein, ich will jetzt aber doch nach Hause!“, jammerte Monsta und warf den Teebeutel in hohem Bogen in die Tasse, dass der Tee nur so durch die Gegen spritzte.
„Ihhhhhhhh!“, rief Zawadi.
„Wenn wir alle zusammen sind, sind wir zuhause!“, flüsterte Roland und wischte sich die Teetropfen aus dem Gesicht. Alle schauten ihn verwundert an.
„Das stimmt!“, sagte Scrabbie und reichte ihm ihre Hand und hielt die andere Monsta hin. Der zögerte nur kurz, nahm sie dann aber und hielt die andere Mia hin. Mia nahm sie und hielt sie Max hin und der nahm sie und nahm die Hand von Roland, der auch nur kurz zögerte und sie dann annahm.
Als sie so im Kreis standen und sich in die Augen sahen, spürten sie etwas, das größer war als sie alle und ihnen die Kraft gab, sich etwas für Herrn Wunsch zu wünschen. Als sie das taten, -ein solcher Wunsch braucht in der Nacht vor dem Heiligen Abend keine Worte, – hörten sie sein lautes Lachen und sahen das 24. Türchen, das er ihnen geöffnet hatte.
„Sollen wir?“, fragte Mia.
Ihre Freunde nickten und sie gingen Hand in Hand durch die weit geöffnete Tür, die sich in einer ganz versteckten kleinen Seitenstraße in einem unscheinbaren Haus, an dem jeder achtlos vorbeiging, befand.
„Und wehe, es gibt da keinen Tee!“, meckerte Monsta.
„Und wehe, du fegst nicht deinen Platz unterm Tisch!“, antwortete Roland.
„Und wehe, ihr hört damit auf!“, sagte Mia und lachte, denn sie ließen sich alle nicht los.
Nur Max und Scrabbie sagten kein Wort, denn ihre Worte wurden erst hinter der Tür zu einer neuen Geschichte weiter geschrieben …

Epilog.
Es wird berichtet, dass der Herr Wunsch mit der Frau Sehnsucht für ein Sabbatjahr auf eine einsame Insel gefahren ist. Zawadi übernahm die Vertretung von Herrn Wunsch und den Chor übernahmen in dieser Zeit ihre Tochter Lillibeth und Vera Vertrauen. Sie gingen das kommende Jahr auf große Welttournee. Herr Winter und Helga wurden immer häufiger zusammen gesehen, irgendwie war sie immer weniger hektisch und er taute mit ihr immer mehr auf …
Und die Sache mit dem eingeritzten #bks11-Zeichen auf der Tür sollte noch nicht in diesem Jahr, aber spätestens im nächsten Jahr erzählt werden.
„So oder so wird hinter dieser Tür noch ein ganze neue Welt zu finden sein.“, lachte das Mysterium und weiß ganz allein, was passieren wird. An seinem goldenen Leuchten werden wir ihn wiedererkennen.

ENDE
(für dieses Jahr )

D a n k e!
Hier findet ihr die ganze Geschichte als Pdf-Datei!

Diese Art den Advent zu „beschreiben“ ist für mich seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken und wird, wenn auch mit leichten Änderungen, jedes Jahr fortgeführt. Ich kann und will es nicht lassen, all meinen Unkenrufen zum Trotz!

Ich wünsche euch und euren Familien erholsame und entspannte Feiertage.