Mias Blogadventkalender 2018 – Weihnachten und andere Monsta

Das 12. Türchen öffnet sich heute mit Anneliese!
Was bisher geschah, hier in einer PDf-Datei.
[…] Der letzte Satz von gestern von Ulrike:
Wo ist Roland?“, rief Scrabbie. Die Freunde blickten sich um, aber Roland war nirgends zu sehen.

Die Kälte begehrte Einlass in ihre Körper, zitternd und entmutigt schlotterden sie vor sich hin, ließen ihre Blicke durch diesen unwirtlichen Ort schweifen.
„Ey, schaut mal da“, krähte Monsta plötzlich und schoss auf eine Ecke der riesigen Fabrikhalle zu. Dort bewegte sich nämlich hinter einer rostigen Regalwand eine lila Zipfelmütze mit weißem Bommel hin und her.

Neugierig rannten alle darauf zu und dabei fast Monsta über den Haufen. Der breitete nämlich schlagartig seine Krakenarme waagerecht aus.
„Stoppp!!!, hier riecht es seltsam.“
„Meine Nase schnüffelt es auch“, stimmte Scrabbie zu und hielt ihren Riesenriecher in die Luft. Gustav, der Klugscheißer, drängte sich an allen vorbei und spielte den Mutigen: „Wird schon nichts sein, ich finde, es duftet ganz gut, kommt.“ Also tapsten alle vorsichtig weiter auf die Bommelmütze zu, die sich immer noch geschäftig bewegte.
Mia traute sich als Erste, um die Ecke des Regals zu lugen und tat einen Freudenschrei: „Hey, Roland, hier steckst du!“ Nun waren auch die anderen nicht mehr zu halten und stürmten auf ihren Kumpel zu.
„Vorrrsicht heissss!“ warnte Roland. Er stand neben einem Bollerofen, auf dem es aus einem Topf dampfte wie Nebelschwaden über der Autobahn.
„Wie, du bist heiß, das glaub ich nicht, hihi“, grinste Lysander.
„Neiinn, der Topf hier. Ich hab für euch einen Wunschpunsch gebraut!“
„Oh, supertupertoll“, kreischte Scrabbie, „mir ist nämlich supersaukalt!“
„Och, keinen Kakao?“, nörgelte Max.
Mia ermahnte ihn, zur Abwechslung auch mal zufrieden zu sein, während sie den ersten Becher dampfenden Punsches von Roland entgegennahm, wobei zwei verirrte Schneeflocken in das Gebräu segelten: „Woher wußtest du…?“
„Egal, unwichtig“, wehrte Roland bescheiden ab und reichte Srabbie den nächsten Becher, die dankbar ihre krummen Finger daran wärmte und gierig den ersten Schluck schlürfte.
„Autsch, das ist ja heiß zum Verbrennen!“ Sie leckte sich über die Lippen.
„Hab dich doch gewarnt.“ Den Tadel konnte Roland sich nicht verkneifen.
Gustav bekam kugelrunde Glubschaugen, als er die Trinkgefäße betrachtete: „Schaut mal, jeder Becher trägt einen Namen, ich hab den Friedensbecher,und ihr?“
„Klugscheißer hin, Klugscheißer her, du bist nicht wenig pfiffig“, gab Mia lobend zu, „ich hab den Sehnsuchtsbecher.“
„Und bei mir steht  Achtsamkeit drauf“, staunte Max. „Und bei mir Zufriedenheit“, juchzte Lysander.
„Und ich hab den Freundschaftsbecher“, entzifferte Monsta blinzelnd. Otte las Freude auf seiner henkellosen Tasse.
Alle Augen richteten sich auf Roland, der mit seinem Schöpflöffel auf den Topf wies: MYSTERIUM stand in großen Lettern darauf: „Der  Wunschpunsch soll euch nicht nur wärmen, sondern auch zur Erfüllung vieler Wünsche in unserer nicht so heilen Welt beitragen. Und ihr seid aufgerufen, daran mitzuwirken. Also, an die Arbeit!“

Das nächste Türchen öffnet sich morgen hier mit Jürgen.