Mein Wort zum Sonntag

Und für Amy!

Von einer, die auszog das Fürchten zu lernen und es doch schon längst gelernt hatte, nur noch viel zu oft an sich und ihrer Fähigkeit zweifelte es mit sich und der Welt aufzunehmen zu können! Anders als im Märchen, das nach wenigen Seiten gut ausging. Sie hingegen glaubte nur gegen das Außen zu kämpfen und erholte sich dann zwischen ihren Kämpfen auf den Zeilen und hinter ihren Worten.
Bis sie eines Tages wirklich spürte, dass sie immer nur gegen sich selbst kämpfte und die Dämonen in ihrem Inneren, die ihr suggerierten, die anderen würde das tun. Doch die zeigten in ihrem Verhalten und in ihren Worten nur ihre eigenen Dämonen, die sie allzu gerne auf andere überstülpen wollten, denn dann konnten sie weiterhin in ihrer Wohlfühlzone bleiben und mit dem Finger auf die anderen zeigen, die über den Tellerrand hinaus in die große, weite Welt rannten, stürzten, wieder aufstanden, lachten, weiterliefen und sich noch weiter und darüber hinausschrieben.
Von einer, die auszog das Fürchten zu lernen, pfeifend die Treppe hinuntersprang und auf die Straße in die Sonne hinaustrat. Sie wurde zu einer, die für andere, die auch in Worten zuhause waren, ein Schreib-Zuhause suchte und finden würde! Sie war sehr zuversichtlich.

Schreiben
als Zuhause
in einem
Raum
der hält:
F R E I H E I T

Sabine Hinterberger, September 2017

2 Gedanken zu „Mein Wort zum Sonntag

  1. Amy Novice

    Liebe Mia,
    hier sitze ich, drücke Tränchen und fühle mich beschenkt. Das Leben, ein Pfeifen? DANKE.
    Hugs, Amy

    Antworten
    1. sabine Beitragsautor

      Liebe Amy,
      eine ganz herzliche Wortumarmung zurück,
      das Leben, ein Pfeifen, vielleicht oder ein vor die Tür treten, so der so! 🙂
      liebe Grüße,
      Mia

      Antworten

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