Manchmal

„Einmal sollte man seine Siebensachen
Fortrollen aus diesen glatten Geleisen.“

Mascha Kaleko

Manchmal ist es gut, etwas zu beenden. Nicht, weil es einem nicht mehr am Herzen liegt, denn das ist noch immer so, sondern damit es dortbleiben kann, nah am Herzen.
Denn nur dort kommen die Energien und die Kraft und der Spaß her, eine Idee am Leben zu halten, damit sie nicht in gewohnten und vertrauten Bahnen der Routine erstickt.

„Man müsste sich aus dem Staube machen
Und früh am Morgen unbekannt verreisen.“

Mascha Kaleko

Also, bricht frau/man auf zu neuen Ufern, macht neue frische und unverbrauchte Erfahrungen, nimmt sich Zeit diese zu genießen, sammelt sie ein und am Ende des Sommers werden sie wie die herabfallenden Blätter der Bäume aufgehoben und in ihrer Essenz weiterverarbeitet, bis eine neue Form, ein neues Blatt und eine neue Gestalt entstehen kann, die wieder all das hat, was vorher abhandengekommen war.

Manchmal wird es einfach mal Zeit.

5 Gedanken zu „Manchmal

  1. Anne Winckler

    Liebe Sabine,
    ich bin froh wieder etwas von Dir zu lesen. Ich hatte mir ob Deines Schweigens schon Sorgen gemacht. Du hast uns als Begleiter Deiner Schreibseiten sehr verwöhnt mit täglichen neuen Beiträgen. Offensichtlich gärt da diesmal etwas in Dir, was nicht sofort in Worte nach draußen drängt. Dann ist es an der Zeit zu schweigen und in sich hinein zu schauen. Und dass es auf der Uhr 16 Minuten vor elf ist und nicht fünf vor zwölf, das beruhigt mich auch.
    Ich wünsche Dir gute Gedanken
    liebe Grüße
    Anne

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    1. Sabine Hinterberger

      Liebe Anne,
      ganz so schlimm ist es mit dem Nachdenken gar nicht; hatte heute mein vorerst letztes Schreibcafe in diesem Jahr und es fühlt sich gut und richtig an, der Cut und die Pause, auch wenn es nicht einfach gewesen ist …
      Liebe Grüße,
      Mia

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  2. Ulrike

    Liebe Mia,
    vielen Dank für diesen poetischen Text. Mir gefällt die Idee des Aufbruchs im Morgengrauen ins Unbekannte.
    Ich wünsche dir eine farbenfrohe Blätter-Ernte am Ende des Sommers.

    Herzliche Grüße
    Ulrike

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  3. Liane

    Wir schreiben das Jahr 2017 und wären wir in den Weiten des Weltalls unterwegs, wo es keine Jahreszeiten in unserem Sinne gibt aber schwarze Löcher könnte die Hoffnung bestehen, dass das Sommerloch ein solches wäre: Komprimierte Energie! Die alles in seine Nähe kommende verschlingt…aber…an einem gewissen Punkt ein weißer Zwerg wird , der zum richtigen Zeitpunkt, wenn seine maximale Strahlungsansammlung erreicht ist, auf’s Neue explodiert und eine neue „Welt“ schafft und das, liebe Mia , wäre einfach „mitreißend“, Naturgesetz aber auch Fantasie….

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  4. Liane

    Voriger Kommentar gehört natürlich in die Rubrik „Sommerloch“ , trotz Weltraumkenntnissen…auf Kriegsfuß mit irdischer Technik…da gibt’s nur eines: ab ins „alles Verschlingende…“ LGvLG

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