Lianes Käuzchen

Foto: Casa B
Da ich eher naturalistischen Gebilden etwas abgewinnen kann, wählte ich eine Zeichnung, die ich Käuzchen nannte aus … Ich berücksichtigte dabei nicht, dass es nur auf einem Bein steht, was für einen Kranich üblich ist, für einen Kauz eher nicht!? Meine Geschichte dazu:

Ob der/die Zeichnerin gleiches Schicksal vor Augen hatte, beim Zeichnen wie ich es erlebte?
Ich glaube eher nicht, dennoch sprach, „sprang“, es mich an … Die erklärende Vorgeschichte zur Bilderwahl: Seit 1 ½ Jahren lebt ein Kauz auf dem ausrangierten Räucherschornstein eines Anbaus unseres – direkt am Waldrand gelegenen- Fachwerkhauses. Es ist schon ungewöhnlich so ein Tier ganz in der Nähe zu haben, es beobachten zu können. Morgens zur Begrüßung, die Terrassentür zu öffnen und „Hallo!“ zu rufen. Wie faszinierend, wenn dann der Kopf mit einer 180°-Drehung in meine Richtung gewendet wird. Große Augen mich anschauen, um gleich darauf gelangweilt wegzusehen. Wahrscheinlich auch weil ich eher nicht in das Beutetierschema passe.
Dieser hauseigene Kauz nun, trug dazu bei, dass ich, altem – Aberglauben – folgend, meinte ER sei der Unglücksbringer schlechthin! Kennt man doch: „Wenn das Käuzchen ruft stirbt jemand!“
Anderslautende gegenteilige Geschichten über z.B. „Hüter der Weisheit“ halfen nicht über den tiefverwurzelten Unsinn hinweg. Weil, das Prekäre an der Lage: Die Unglücksfälle, in und rund um die Familie, häuften sich!!!
Aufzählen will ich sie jetzt nicht, im Detail, nur so viel: Stürze mit Knochenbrüchen…und da reichte der Einfluß sogar bis zur Tochter nach Kassel…; OPs an diversen Körperteilen diverser Familienmitgliedern; dazu mysteriöse Stromausfälle im ganzen Haus ohne erklärbare Ursache…; Autopannen und das ging so weit, bis zum „Entzug der Fahrerlaubnis“ (wegen überschrittener Höchstgeschwindigkeit). Wer oder was anderes als der Kauz auf seinem „festen Wohnsitz“ konnte dafür verantwortlich gemacht werden!?

Die Vorteile, eines solchen Mitbewohners, fielen gar nicht mehr in die Waagschale. Keine Mäuse mehr rund ums Haus und zum ersten Mal – seit Jahrzehnten – Weintrauben Ernte ohne, dass die Drosseln das schon erledigt hatten sind nur zwei davon. Auf alle Fälle, eines Morgens, nach einer nervenden, von Unglücksvarianten „durchlebten“ Nacht glaubte ich die Lösung gefunden zu haben um dem endgültig Einhalt zu gebieten. Mit einem „Finalen Ende“ sozusagen, forderte ich meinen Mann auf: “Udo! Erschieß ihn!“
Es war mein voller Ernst.
Mein Mann, Dramatik von mir gewohnt, reagierte – gottseidank – gelassen und holte nicht gleich die Flinte!
Nur so viel zum Schluß: Wir, also meine Familie und ich haben es überlebt genau wie der Kauz auch!
… Irgendwann war er auf „Nimmerwiedersehen“ verschwunden … und: Er fehlt mir!

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