Ich habe Max gesehen und nicht gesucht

Ostersamstag in Berlin am Alex. Ich brauchte einen Stift. Natürlich, ich habe ja auch keine, haha, einen aus Berlin und Galeria Kaufhof hat die *Guten*, weiß ich. Ich weiß auch, dass wir Ostersamstag haben und Berlin voll ist von Tourist*innen wie mir …
Also, rein in den Laden, mir den Weg an den wenigen hektischen großen und kleinen Menschen und dem Weihnachts- , äh falsch, Ostermarkt bahnen, Wie viele Menschen auf einem Haufen, unglaublich. Die rettende Rolltreppe hilft und verschafft mir einen Überblick über das mehrstöckige Kaufhaus.
Natürlich sind die Schreibwaren in der letzten ond obersten Etage, ganz oben und in der hintersten Ecke bei den Büchern. Und da sah ich ihn dann:
Max. Er stand da am Bücherregal und las in dem Buch *Die Stadt der besonderen Kinder*, der auch bereits verfilmte Nachfolgeband von *Die Insel der besonderen Kinder*. Max hat Geschmack, aber das weiß ich ja, schließlich habe ich ihn erfunden.
„Ist das gut?“, fragte ich ihn, obwohl ich es wusste.
„Ja, ich glaube schon, der erste Teil. Kennen Sie den Film? Der ist echt super!“
, erklärte er mir begeistert. Seine eckige Brille war blau, sein halstuch, das er unter dem grünen Parka trug, grau. „Ja, den kenne ich. Ich glaube, das Buch nehme ich mir mit!“
„Passt, sind noch zwei da!“, lachte Max, gab mir mein Buch, nahm sich das Zweite und ging zur Kasse.
Ich holte mir noch einen Stift, einen mit blauer Tinte und ging dann zur Kasse.
Ostersamstag im Kaufhaus und ich treffe die Hauptfigur meiner Kindergeschichte. Läuft. Aufgehört zu regnen hat es auch, seitdem ich mit dem überdimensionierten Schirm von Motel One das Hotel verlassen habe. Läuft.