Ein Gewitter entlädt sich, dann BlauRuhe

Das Gewitter hat mich in das Iserlohner Eiscafé getrieben. Der Weg vom Parkhaus bis zu meiner Zuflucht unterm Dach schien doch zu weit, denn der Regen nahm immer mehr zu.
„Ich habe schon lange nichts mehr von dir in der Zeitung gelesen!“, sagt sie nach den ersten üblichen Höflichkeitsfloskeln im Eiscafé und in dem ich klitschnass an einem winzigen Tisch Platz nehme.
„Stimmt“, sage ich und ahne schon, was die Frage in mir auslösen wird.
In der Zeitung haben bisher immer Herzensprojekte von mir gestanden, aber die sind weniger geworden. Das letzte Mal waren es Mia und Herr Klauber und danach begann das Studium neben Vollzeit und dann kam letztes Jahr Max und jetzt sind es Roland und Scrabbie.
Nein, die stehen noch nicht in der Zeitung, denn sie sind noch nicht soweit. Und die Dinge, die derzeit mein Leben bestimmen sind zu gewöhnlich und alltäglich banal. Ist das so?
Nein, natürlich nicht. Aber sie kosten den größten Teil meiner Energie und die ist mit der wenigen Zeit, die neben Job und Studium bleibt, verdammt kostbar und genau die will ich wieder für Herzensangelegenheiten einsetzen und nicht für Dinge und Menschen, die ich nicht verändern kann, an denen ich mich nur abarbeite und zum Schluss nur selbst auf der Strecke bleibe.
Zeit für Max. Roland. Scrabbie. Und für all die Menschen und Dinge, die mir etwas bedeuten und mit denen ich gerne meine Zeit teile, wo ich so sein kann, wie ich bin, einfach so!
Mehr Meer. Mehr Klarheit. Mehr Klartext. Mehr Berlin und noch mehr Wörter, Geschichten, Ideen und Figuren.
BlauRuhe.

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