Die Lieblingswörter-NICHT-GUTE-Nacht-Geschichte – Teil 2

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Quelle: Anka Agency International/imago

… natürlich Konfetti, denn nur Fledermaus hießen echt schon zu viele und Ampelmann und Glühwürmchen waren echt keine Alternativen. Er hatte sie vorgeschlagen und wieder einmal bewiesen, dass er Null Ahnung von Fledermäusen und leider noch so vielem anderen nicht hatte.
Sie stand gedankenverloren da am Strand. Traumsandschwer bettete der Mondschein kleine Mondtupfer auf den schimmernden Sand. Sie versank ein wenig in ihnen.
„Hey, Erde an Himmelsgucker, wir waren bei Ende und garstig stehengeblieben!“, Konfetti hatte sie ein bisschen übertrieben in ihr Ohrläppchen gebissen.
„Hey du fliegendes Ungeheuer, benimm dich, sonst tausch ich dich aus!“ Sie rieb sich ihr Ohr und musste schmunzeln. Niemals hätte sie ihre Gefährtin der Nacht eingetauscht, dazu waren sie einfach schon zu lange zusammen und hatten die Welt vielleicht schon zu oft unbemerkt gerettet
„Und, hast du einen Plan, der unser Leben nicht mal eben mit einem Wort auf Betriebsende setzt?“ Sie flatterte etwas unruhig auf ihrer Schulte hin und her. „Ruhe jetzt im Karton, ich will schlafen“, rief er aus seinem Schlafsack.
„Wieso bin eigentlich ich und nicht er vom Aussterben bedroht? Musstest du den wirklich mitnehmen, für schlechten Sex, der nicht einmal gegen Albträume hilft? Ein Betthupferl hätte es auch getan. Ihr Menschen seid wirklich die seltsamste Spezies, die mir hier auf diesem Planeten begegnet ist.“
„Du bist garstig!“, antwortete sie und wusste, dass sie sich gerade selbst die Antwort auf die dahinter verborgene und nicht gestellte Frage gegeben hatte. „Ist er die Antwort auf das Ende?“, fragte Konfetti und machte ihrem Namen alle Ehre, als sie seinen Namen in bunten Konfetti-Sternen an den Nachthimmel flog …
„Morgen früh werden wir es wissen!“ Sie schaute noch einmal auf seinen Namen am Nachthimmel. Sie stockte und las das Wort noch einmal und noch einmal. „Scheiße, Konfetti, du hast seinen Namen falsch geschrieben!“