Der Mann im Mond VIII – letzter Teil

Foto: (c) evenliu photomanipulation – digital artwork

Doch sein Schrei verklang ungehört in dem alten Zeitmuster, das jetzt völlig aus der Bahn geriet und durch ein neues, frisches ersetzt wurde. Dafür sorgte sie.
Der Mond im Mond stolperte daher auch rücklings über den Mond, der durch die verdammt vielen Flüche ins Rollen geraten war. Der Mann im Mond versuchte noch auszuweichen, wurde dann aber von dem Mond überrollt und unter ihm begraben. Das bekam dem Mond ziemlich gut, denn er erstrahlte so hell wie noch niemals zuvor.
„Ich habe einen Job für Sie!“, sagte sie zu ihm, der mit weit offenem Mund dastand, immer noch die Laterne in der Hand.
Kein Wort kam über seine Lippen und sie zweifelte schon, ob sie das Richtige getan hatte, als er seine Worte wiederfand. „Was muss ich tun?“, fragte er.
„Machen Sie die Scheißlaterne wieder an!“, sagte sie und fragte sich nicht zum ersten Mal, ob sie das nicht doch besser selber getan hätte.
„Ich hätte da noch eine Frage!“, sagte er.
„Eine. Nur eine gewähre ich Ihnen. Bekomme ich danach keine zufriedenstellende Antwort ist der Job weg, also?“ Sie hörte seine Frage, bevor er sie aussprach und gab ihm die Antwort, die er hören wollte: „Ja, Kaffee und Käsebrot, so viel Sie wollen!“ Er lachte und sagte: „Scheiße, ist das gut!“
Dann öffnete er vorsichtig die kleine Glastür an der Laterne und zündete den Docht nur mit seinen Gedanken an. Er konnte das. Da war sie wieder, diese Gewissheit.
Ja, er war jetzt der Mann im Mond und vielleicht war er es schon immer gewesen, nur hatte er es am Tag der letzten Jahrzehnte seines Lebens vergessen.

Die Nacht hatte die Gewissheit zurückgebracht und wieder einmal einen guten Job gemacht, wie seit Anbeginn der Zeit.