Archiv der Kategorie: ZeilenZuhause

Ein Gewitter entlädt sich, dann BlauRuhe

Das Gewitter hat mich in das Iserlohner Eiscafé getrieben. Der Weg vom Parkhaus bis zu meiner Zuflucht unterm Dach schien doch zu weit, denn der Regen nahm immer mehr zu. „Ich habe schon lange nichts mehr von dir in der Zeitung gelesen!“, sagt sie nach den ersten üblichen Höflichkeitsfloskeln im Eiscafé und in dem ich klitschnass an einem winzigen Tisch Platz nehme. „Stimmt“, sage ich und ahne schon, was die Frage in mir auslösen wird. Weiterlesen

2018 ist Veränderung

Foto: Tanja Graumann Ein Essay ist nur ein Essay, es sei denn „der Zweifel des Menschen ist sein Schatten im Dunkel“ (Japanischer Aphorismus als WortGeschenk). Manchmal reicht es eine scheußliche Grippe mit Fieber all inklusive zu haben, um etwas zu beginnen, von dem du nicht gedacht hast, dass du es zu tun vermagst. Du wirst ihm begegnen, dem Ort deines Vertrauens, in dem du Dinge möglich machst, die du noch vor einem Wort, einem Satz nicht einmal für möglich gehalten hast. Du begegnest dem verschlossenen Wohnzimmerschrank, den es nicht mehr gibt. Weiterlesen

Das Kapitel Weihnachten mit Max

Die Geschichte von Max ist vorläufig zu Ende geschrieben und ich vermisse ihn jetzt schon. Und weil ich ihn gerade so mag, möchte ich ihn euch, passend zum 1. Adent und zum Schnee draußen vor der Tür, gerne vorstellen. Aber nur ein bißchen, denn die ganze andere Geschichte, die soll noch etwas anderes werden.
Hier geht es zum ausgesuchten Kapitel Weihnachten mit Max.

Die Kraft
kehrt mit Worten
zurück – wenn ich schreibe, ist alles an seinem Platz …

Ich kenne nichts auf der Welt,
das eine solche Macht hat, wie das Wort.
Manchmal schreibe ich eines auf
und sehe es an,
bis es beginnt zu leuchten.


Emily Dickinson (1830-1886)
(Danke, Hedda, für dein Wortgeschenk!)

Ich beginne jeden Tag, vor dem Arbeitstag mit Morgenseiten, in denen ich all meine Gedanken an scheinbar so Wichtiges im Leben das erste Mal aufschreibe, um es dann dahinzustellen, wohin es gehört: aus dem Kopf und dem kommenden Tag heraus, hinein ins Regal „Gedankenmüll“ …
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Wie erinnern wir uns?

Bild: Tanja Graumann

Eine kleine Notiz im IKZ von gestern. Heute, Sonntag, auf den Tag genau, ein Jahr ist es her, dass ein 30jähriger Mann aus Ghana im Seilersee verunglückte und ertrank, weil er, ohne Rücksicht auf sein Nicht-Schwimmen-Können einen Jungen retten wollte, der beim Tretbootfahren ins Wasser gefallen war.
Bis hierher. Heute. Sonntagnachmittag. 17:00 Uhr. Die Parkplätze am Seilersee sind rappelvoll. Weiterlesen

Such dir eine neues Aschenputtel, der dein Schuh passt – Ich bin raus!“

Ich habe gerade ein paar neue Schuhe gekauft, für einen besonderen Anlass, mehr wird noch nicht verraten. Diese Schuhe habe ich mir selbst ausgesucht. Ihre Farbe. Ihre Form und ihre Aufschrift. Und dann gibt es da diese anderen Schuhe. Schuhe, die uns dahingestellt werden und die wir gewohnt sind anzuziehen. Und damit meine ich nicht die, die wir morgens anziehen, wenn wir in unseren Tag gehen. Weiterlesen