Archiv der Kategorie: Allgemein

Das Wunder von Iserlohn

Nun gut, Iserlohn ist nicht Manhattan, zugegeben. Der gleichnamige Film ist ja auch ein Weihnachtsklassiker, an den kommen Monsta, Roland, Scrabbie und Mia nicht ganz heran, irgendwie.

Obwohl, …
Nun, wir erwarteten Post. Also, eigentlich erwartete Mia Post. Doch seitdem alle neuen Figuren bei ihr wohnten, war Post für sie immer Post für alle. Diese EINE Post kam aber nicht. Auch eine Rückfrage bei der tollen Buchhandlung Krumulus in Berlin, die ihr das Buch geschickt hatten, dass sie im November NICHT mitgenommen hatte, ergab nur eine Sendungsnummer und die Auskunft, dass die Post einem Nachbarn übergeben worden war.

„Der hat jetzt unsere Post!“, wütete Monsta durch die Wohnung, obwohl er gar nicht wusste, um welche Post und noch viel weniger, um welchen Nachbarn es sich handelte. Genau das wusste Mia ja auch nicht.

„Wir rufen jetzt bei dem geflügelten Boten an und fragen nach!“, sagte Scrabbie pragmatisch und gab die Nummer am Display ihres Smartphones ein. Roland hatte die Sendungsnummer ordentlich auf ein Blatt Papier geschrieben.

„Hallo, hier der geflügelte Bote. Was wünschen Sie?“ erklang eine glockenhelle Stimme vom anderen Ende der Leitung.

„Wir wollen unsere Post!“, rief Monsta ins Smartphone und dabei mehr in Scrabbies Ohr.  

„MONSTA!“, rief Scrabbie. „Reiß dich zusammen!“ Roland zog ihn vom Smartphone weg.

„Hallo!“

„Ja!“, sagte die glockenhelle Stimme am anderen Ende, „Ich würde Ihnen ja gerne Ihre Post zukommen lassen, aber ohne Sendungsnummer geht das nicht!“

„123456789112!“, las Scrabbie ab.

„Diese Sendung ist Ihrem Nachbarn übergeben worden!“

„Mmh!“, mischte sich jetzt Scrabbie ein, „Wer immer der Nachbar ist, hat sich noch nicht gemeldet bei mir. Gibt es da einen Namen?“

„Ja und eine Hausnummer!“, lachte die Mitarbeiterin des geflügelten Boten.

Monsta tanzte vor lauter Freude einen Nachbarhausnummerntanz um den Tisch und riss dabei die Deko vom Tisch.

„Monsta!“, rief Scrabbie und gab Mia den Telefonhörer weiter. Sie versuchte Monsta zu stoppen, doch der tanzte schon unterm Tisch weiter.„Dann muss ich wohl alleine zum Nachbarn!“, sagte Mia laut und legte auf.

Sofort reagierte Monsta und tanzte zielsicher zur Tür.

„DU räumst erst auf, dann kommst du v-i-e-l-l-e-i-c-h-t mit!“

Monsta stoppte sofort, ging zurück und machte so schnell Ordnung, dass Roland einen anerkennenden Pfiff von sich gab.

„Wow!“, sagte Scrabbie und Mia lachte.

„Fertig?“

„ja, ja, ja!“ rief Monsta, „Können wir jetzt, ich will Ihn erschrecken und verschrecken und wenn er noch einmal zwei Wochen unsere Post behält, dann …“

„Du gehst mit und sagst nix!“, lachte Mia und die beiden rannten um die Wette die Treppen herunter.

„Erster!“, rief Monsta an der Haustür.

Sie überquerten die schmale Straße und klingelten am Haus gegenüber.

Was dann passierte, hätte niemand so schön beschreiben können, wie es wirklich war. So viel sei gesagt.

„Nie wieder, niemals mehr wieder wird er eine Post von dir bei sich behalten!“, sang Monsta. Seit seinem Chorauftritt sang er so oft er konnte. Und er konnte oft.

Monsta trug die Post stolz das Treppenhaus hinauf in die Dachgeschosswohnung. Scrabbie und Roland durften es auspacken.

Jetzt gab es Kakao und der Abend war gerettet! Und das noch vor Weihnachten!

Das Wunder von Iserlohn!

Mias Blog-Adventkalender 2018 – Weihnachten und andere Monsta


Das 9. Türchen öffnet sich heute mit Liena Berin!
Was bisher geschah, hier in einer PDf-Datei.
Der letzte Satz von Anne:
Samantha Sehnsucht freute sich sichtlich: „Das ist die richtige Haltung.“ Sie trat an das Schränkchen in einer der Ecken derKabine und öffnete die beiden Flügeltüren …

… war das da ein funkelnder Weihnachtszaubertrunk, den sie im geschliffenen Kristallfläschchen dem Schränkchen entnahm? Sie hieß sie alle freundlich trinken. Jeder nahm einen tiefen Schluck und jeder schmeckte seinen Lieblingsweihnachtsgeschmack auf der Zunge, Zimt und Mandeln, Eierpunsch und Lebkuchen, sogar Stollen.

Weiterlesen

„Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?“ – Blogparade

Warum ich sie mit Bloggen begonnen habet! Natürlich wegen mir! Ja, Sie lesen richtig. Sie hat wegen mir angefangen, also meine Erfinderin und eigentliche Blogbesitzerin. Also, ihr gehört der Blog, aber ich lebe dort. Nicht alleine, sondern mit all den Figuren, die sie im Laufe ihrer Schreibkarriere erfunden und geschrieben hat. Ich weiß nicht, ob ihr das so klar war, als sie den Blog ins Leben geschrieben hat, dass all ihre Figuren auch dort leben werden und sich immer mal wieder ungefragt in alles, was sie schreibt, einmischen. Weiterlesen

Mias Blog-Adventkalender 2018 – Weihnachten und andere Monsta

Foto: Monsta, von Dita Zipfel Mateo Dineen 2. Türchen Ich rüttelte ihn unsanft wach. Er hatte es schließlich versprochen, hoch und heilig hatte er es versprochen. Ich hätte es besser wissen müssen. Ich versuchte ihm den Teebeutel unter dem Arm wegzuziehen. „Hey, du bist dran!“, rief ich noch einmal. „Was, was ist los?“, fragte er, noch völlig verschlafen und von nix eine Ahnung. „Du bist dran mit dem 2. Türchen und das schon seit Stunden!“, schimpfte ich. Weiterlesen

Die ersten Fragen sind der Anfang …

„Na endlich, ich dachte schon, du würdest steckenbleiben wie das Nilpferd im Leuchtturm!“ Max schaut von seinem Buch auf.
„Ja, es klappt. Die ersten Fragen für den Fragebogen sind fertig!“ Ich trinke erleichtert einen großen Schluck Kaffee.
„Hast du das neue Bilderbuch schon gelesen?“ Max zeigt mir das Bilderbuch „Die Schneiderin im Nebel“.
„Natürlich! Du weißt doch, ich tue alles, was mit dem Thema rund um die Masterarbeit herum zu tun hat!“
Maxterarbeit muss es heißen! Es ist die Arbeit, die nach mir benannt wird!“ Max grinst.„Untertitel: Sabine, die zwischen zwischen geschriebenen und nicht geschriebenen Zeilen steckenbleibt“.
Wie recht er hat! Wie recht er hat!

Mit Max auf der Buchmesse

Dieses Jahr ein wenig Halle 4 und dann nur Halle 3. Bücher in Regalen, soweit das Auge schauen kann. Das ist auf Augenhöhe eines11-jährigen Jungen natürlich etwas eingeschränkter. Bücher, überall Bücher. Natürlich waren die am Samstag auf der Buchmesse alles andere als frei zugänglich, wegen der vielen Menschen, die sich dort aufhielten … Weiterlesen

Roland trifft Venedig

Was wäre, wenn Roland nach Venedig reisen würde und was müsste in der Geschichte davor passieren, damit er das tut. Aber, ich will nicht vorgreifen, lest selbst: Scrabbie war pünktlich in Venedig gelandet. 12:20 Uhr, von Düsseldorf. Das hatte Roland beruhigt, der mittlerweile nicht mehr die Flugnummer EW 9810, den Flugzeugtypen und die Start- und Landezeiten vor sich hinmurmelte. Über den Alpen war er ruhiger geworden. Roland hatte die Kopfhörer aufgesetzt und sich vermutlich zum x-ten Mal den Anfang der Herr der Diebe von Cornelia Funke angehört: Weiterlesen

Ein Gewitter entlädt sich, dann BlauRuhe

Das Gewitter hat mich in das Iserlohner Eiscafé getrieben. Der Weg vom Parkhaus bis zu meiner Zuflucht unterm Dach schien doch zu weit, denn der Regen nahm immer mehr zu. „Ich habe schon lange nichts mehr von dir in der Zeitung gelesen!“, sagt sie nach den ersten üblichen Höflichkeitsfloskeln im Eiscafé und in dem ich klitschnass an einem winzigen Tisch Platz nehme. „Stimmt“, sage ich und ahne schon, was die Frage in mir auslösen wird. Weiterlesen

Wenn Geschichten Geschichte sind …

Foto: Graffitikünstler Toni de Lorenzo Ottes Ausraster war nicht der einzige in dieser Woche. Die gab es auch von anderen immer mal, wenn jemand zu viel getrunken oder was anderes eingeworfen hatte und Randale machte. Und da gab es klare Regeln für meinen Kiosk. Wer Stress machte, flog sofort raus. Hausverbot war die nächste Steigerung. Die Polizei rufen, ist meine allerletzte Runde vor dem Knockout, das musste ich bisher noch nie. Solange mich die Leute in Ruhe lassen und sich in meinem Kiosk benehmen, tue ich das auch. Weiterlesen