#Blogparade, #bks11, Bärentage, …

…Träume und was sie mitbringen

Mia schaute nachdenklich auf den vorbeigezogenen Text ihrer gemeinsamen #Blogparade. Sie alle waren an ihr vorbeigezogen. Einzigartig jeder einzelne, verbunden zu einer neuen Textgestalt, zu einer neuen, kraftvollen neuen Melodie:

Verlorene Einsamkeiten
Zwei Spiegelbilder
Prequel mit Abgesang
Zwischengang auf Planet Romeo
Papagena auf der Flucht
Seelenruf



Poetisch und für einen Moment und Blick so nah … Laut und schrill und schnell. Nachdenklich und leise. Verbindend und kraftvoll. Besonders und über den Tod hinaus.
Gerade verschwand der letzte Satz hinter der Häuserecke und ließ diesen unverwechselbaren Klang und den Geschmack von etwas Neuem zurück, den Mia nur zu gut kannte. Neu schmeckte, seitdem sie denken konnte, nach Orange
Als Kind hatte sie dieses Orange geschmeckt, wenn sie Riesenrad gefahren war und der Wind ihr an der höchsten Stelle erzählt hatte, was es von da oben alles zu sehen gab und, dass sie immer weitersehen sollte, als dorthin, wo alle hinsahen, über die Häuser hinweg, hoch über Köpfen, über ihre Schatten und ihren Tellerrand hinaus.
Und jetzt hörte sie immer noch den letzten Satz und schmeckte dieses unglaublich intensive Orange, das sie sanft umarmte und auf ihre Leere legte. Wie in ihrem immer wiederkehrenden Traum, in der sie in Zeitnot ihr ganzes Leben zusammenpacken und losmusste. Nie schaffte sie das; immer wachte sie vorher auf. Immer mir diesem Geschmack von Orange, der die innere Leere umarmte.

Wie war sie jetzt nur darauf gekommen?

Ach ja, sie hatte nach dem gestrigen BärentagHeddas Beschreibung für einen Tag im Bett – diesen Traum wieder geträumt, nur war er dieses Mal anders. Sie hatte sich schon auf den Weg gemacht, in diesem Traum, aber das Ziel ging verloren. Dieses Mal wachte sie auf, bevor sie ihr Ziel fand. Wieder dieser Geschmack von Orange, der ihre innere Leere sanft umarmte.
Mia seufzte, stellte sich an ihr Dachfenster, das weit geöffnet war, trank einen Schluck Kaffee und schloss die Augen. Sie spürte den Wind in ihren Haaren, der sie an die höchste Stelle im Riesenrad trug.
Hier sah sie über die Häuserfluchten. Hier sah sie die Weite des Lebens. Hier atmete sie wieder durch. Hier sah und hörte sie die Texte der Blogparade auch noch, wenn sie längst um die Ecke geschrieben waren.

Danke, Hedda!