Aus Lieblingswörtern der Nacht geschrieben – der Anfang …

Sie saß im Schatten, als sie am Horizont das Ende sah, das sie schon lange erwartet hatte. Nicht so schnell und nicht so garstig und vor allen Dingen nicht mit diesem Wort.
„Ein Ende ist nicht garstig!“, hörte sie ihn schon klugscheißen. Er war aber nicht da, nur in ihren Gedanken. Er schlief. Das war gut, denn das war die einzige Zeit, in der er mal den Mund hielt. Dafür hatten ihn seine Albträume wieder im Griff, das sah sie daran, wie er sich in seinem Schlafsack unruhig hin- und herwälzte. Sie hatten es mal mit Sex versucht, aber dann kamen die Albträume auch und sie hatten wieder damit aufgehört.

Sie hatte bei Anbruch der Dunkelheit die Nachtschicht übernommen. Er war der Tagmensch. Ihr zweiter Vorname war schlaflos. Sie stand langsam auf und nur wer ganz genau hinsah, sah die kleine Bewegung auf ihrer linken Schulter. Dort saß eine Große Hufeisennase, nicht irgendeine Fledermaus, sondern eine der Letzen ihrer Art und ihr Name war, …
aber ich will nicht vorgreifen, das erfahren Sie noch früh genug und wir verpassen am Ende noch das Ende