Aus Lieblingswörtern der Nacht geschrieben – der Anfang …

Sie saß im Schatten, als sie am Horizont das Ende sah, das sie schon lange erwartet hatte. Nicht so schnell und nicht so garstig und vor allen Dingen nicht mit diesem Wort.
„Ein Ende ist nicht garstig!“, hörte sie ihn schon klugscheißen. Er war aber nicht da, nur in ihren Gedanken. Er schlief. Das war gut, denn das war die einzige Zeit, in der er mal den Mund hielt. Dafür hatten ihn seine Albträume wieder im Griff, das sah sie daran, wie er sich in seinem Schlafsack unruhig hin- und herwälzte. Sie hatten es mal mit Sex versucht, aber dann kamen die Albträume auch und sie hatten wieder damit aufgehört.

Sie hatte bei Anbruch der Dunkelheit die Nachtschicht übernommen. Er war der Tagmensch. Ihr zweiter Vorname war schlaflos. Sie stand langsam auf und nur wer ganz genau hinsah, sah die kleine Bewegung auf ihrer linken Schulter. Dort saß eine Große Hufeisennase, nicht irgendeine Fledermaus, sondern eine der Letzen ihrer Art und ihr Name war, …
aber ich will nicht vorgreifen, das erfahren Sie noch früh genug und wir verpassen am Ende noch das Ende

4 Gedanken zu „Aus Lieblingswörtern der Nacht geschrieben – der Anfang …

  1. Ulrike

    Liebe Sabine,
    eine schöne Schreibidee! Wie suchst Du denn die Wörter aus?
    Die Geschichte hat eine mysteriöse Aura. Schon der erste Satz „Sie saß im Schatten, als sie am Horizont das Ende sah, das sie schon lange erwartet hatte.“ stimmt darauf ein, dass wunderliche Dinge geschehen werden und vielleicht die Naturgesetze aufgehoben werden.
    Ziemlich schmunzeln musste ich beim nüchternen Sex-Versuch gegen die Albträume.
    Bin gespannt, wie es weiter geht.
    Herzliche Grüße
    Ulrike

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    1. sabine Beitragsautor

      Liebe Ulrike,
      ich habe eine Liste der Lieblingswörter der Nacht gemacht und dann schaue ich mir die an und an welchem Wort mein Blick hängenbleibt, mit dem schreibe ich weiter … Das ist vermutlich am Anfang noch relativ einfach und wird mit zunehmendem Text schwieriger … Macht auf jeden Fall Spaß. Auf die Idee bin ich gekommen, weil die Mondgeschichte vorläufig zu Ende ist.
      Liebe Grüße,
      Sabine

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  2. Anne Winckler

    Liebe Sabine,
    mit dem Anfang der Geschichte hast Du mich schon am Haken. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
    Liebe Grüße
    Anne

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