2018 ist Veränderung

Foto: Tanja Graumann
Ein Essay ist nur ein Essay, es sei denn „der Zweifel des Menschen ist sein Schatten im Dunkel“ (Japanischer Aphorismus als WortGeschenk). Manchmal reicht es eine scheußliche Grippe mit Fieber all inklusive zu haben, um etwas zu beginnen, von dem du nicht gedacht hast, dass du es zu tun vermagst.
Du wirst ihm begegnen, dem Ort deines Vertrauens, in dem du Dinge möglich machst, die du noch vor einem Wort, einem Satz nicht einmal für möglich gehalten hast. Du begegnest dem verschlossenen Wohnzimmerschrank, den es nicht mehr gibt. Du begegnest all den Geschichten, die du danach begonnen UND zu Ende geschrieben hast. Du findest genau darin, deine Stärke und das, was dir heute in der Begegnung mit schreibenden Menschen wichtig ist:
Ihre Texte behutsam zu schützen, so wie du es selbst erlebt hast, als es nicht über eine Seite hinausging. Übrigens, deine erste Schreibblockade mit acht Jahren, der mehr als vierzig Jahre später eine zwei folgte, die du erfolgreich an die Seite geschrieben hast. Aus beiden hast du eine Menge gelernt und aus all den Geschichten dazwischen, die immer begonnen und beendet wurden.

Max wird dir dabei helfen und Frau Specht und die Freiheit, die du brauchst, um all das schreiben zu können. Mit dieser Freiheit sind sie da, die Ideen und die schreibende Arbeit mit der Bilderbuchapotheke kann beginnen und hat längst begonnen. Zu sehen, wie deine Ideen Form und Gestalt annehmen, auf dem Papier und immer mehr weit darüber hinaus, geben mir Kraft und auch die Geduld, mit anderen Dingen umzugehen, die ein ganz anderes Tempo und ein ganz anderes Tun erfordern.
So habe ich mein Credo und mein Beratungskonzept im Schreiben erarbeitet und wie in letzter Zeit sehr häufig die Essenz daraus verdichtet:

Im Schreiben
auf und zwischen
den Zeilen
ist mein
Zuhause

Dem Leben
das eigene Wort
hinhalten

BilderbuchApotheke
Blau
es ist
Max, der am
Meer spazieren geht und
liest

6 Gedanken zu „2018 ist Veränderung

  1. Pingback: 2018 werde ich LeuchtWortZuhörerin | Wenn Wörter uns halten ….

  2. Urs Küenzi

    Aber Hallo, Mia
    Jetzt mal schön Max her und dann Essay bis er gegessen ist, ja?
    Ich vermute mal, das hochfiebrig-grippige Delirium hat die Blockade, hinter der Du Dich vor den Schatten im Dunkeln verschanzen wolltest, einem Superhelden (oder dem Greatest Showman) gleich vaporisiert?

    Diese Japaner wieder. Hmmm. Bewege Dich ins Licht, dann siehst Du wenigstens auch Deine Schatten klar umrissen, oder so?

    Jetzt aber ran an die Philosophie
    (%*&%“!!! wie blase ich meine ersten vier Seiten sinnvoll zu acht auf? +“%&*“&!!!)
    Herzlich, Urs

    Antworten
    1. sabine Beitragsautor

      Lieber Urs,
      schicke dir mit einem neuen Philo-Blasebalg meine neu erlangten Superkräfte, absolut grippefrei ansteckend und lache mit dir den Schatten im Dunkel ins Gesicht und schreibe uns auf und davon …
      Siehst du, da, das Leuchtfeuer am Horizont?

      Liebe Grüße,
      Mia

      Antworten
  3. Ulrike

    Liebe Mia,
    finde es fabelhaft, wie deine Fiebertrance die Philosophie befeuert hat und du poetische Schatten ins Dunkel geworfen hast.
    Ja, sich mies und krank zu fühlen erfordert besondere (Schreib-) Maßnahmen und kann ganz neue Blickwinkel und Ressourcen erschließen.
    Ich wünsche dir weiterhin so viel Lebendigkeit auf und zwischen deinen Zeilen!

    Herzliche Grüße
    Ulrike

    Antworten
  4. Anne Winckler

    Liebe Mia,
    ein Essay ist ein Essay – genauso ist es. Manchmal braucht es besondere Umstände, um einen neuen Schritt anzustoßen. Gibt es da nicht so eine Theorie, dass kleine Kinder nach einer Erkrankung immer einen Entwicklungsschritt tun. Genieße das befreiende Gefühl, die philosophische Hürde genommen zu haben.
    Liebe Grüße
    Anne

    Antworten
  5. Mo...Saik

    Liebe Mia,

    „Dem Leben das eigene Wort hinhalten“, dieses Bild berührt mich… Spannend, was bei einem Fieber so alles hochköchelt, philosophisch & lyrisch & überhaupt!

    lg. mo…

    Antworten

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